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TSE 2010: Keynote fokussiert auf Gefahren der zunehmenden technologischen Komplexität

Mittwoch, 03. Februar 2010

In seiner Eröffnungs-Keynote hat J.B. Wood, Präsident und CEO der TSIA, heute erneut auf die Gefahren abgehoben, die aus der zunehmenden Komplexität von Technologie und Produkten ausgehen.

Mit eindrucksvollen Beispielen und vielen Zahlen belegt er, dass die Reife und der Funktionsumfang von Produkten und Technologien immer rascher zunehmen. Das Vermögen der Anwender, sich alle Funktionen und damit auch den der Technologie innewohnenden Nutzen anzueignen, wächst jedoch sehr viel langsamer. Die enstehende Kluft nennt er plakativ das “Consumption Gap”, d.h. der vom Anwender empfundene Nutzen eines Produktes wird kleiner.

Dass dies ein Trend nicht nur für die IT und verwandte Branchen ist, macht Wood in dem folgenden Vortrag mehr als deutlich. Die von diesem Trend ausgehende Gefahr, nämlich der Abkehr der Anwender von Produkt und Hersteller, das Abbröckeln traditionell als sicher angenommener Maintenance-Umsätze zeichnet er klar auf.

Seine These für eine Lösungsstrategie besteht in dem Wandel in der Vermarktung des Nutzensversprechens, weniger in der völligen Abkehr von etablierten Geschäftsmodellen. Service-Anbieter sollten seiner Meinung nach eine aktivere Rolle in der Phase von Produktlebenszyklen übernehmen, in denen der Kunde den größten Nutzen daraus zieht. Klassische Service-Angebote beschränken sich auf Installation und Integration von Produkten und Lösungen. Bei künftigen Angebote sollten die Provider viel stärker die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Anwender ihrer Produkte den erwarteten Nutzen in vollem Umfang daraus ziehen können.

Von dieser These ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Modell des Softeware-as-a-Service, in dem Käufer und Anwender nicht mehr Eigentum am Produkt erwerben, sondern rein nutzensbasiert (= wertbasiert) an den Diensteanbieter zahlen.

Die Keynote wurde von Wood abgerundet mit Beispielen für Servicekennzahlen und einer Aufstellung der größten Herausforderungen für Provider auf dem Weg in diese neue Service-Welt.

Das anschließende Experten-Panel war zwar mit Vertretern hochrangiger Unternehmen besetzt, die in der letzten Zeit allesamt eine Expansionskurs in Richtung eines höheren Service-Produkt-Umsatzverhältnisses genommen haben. Leider sprang der Funke auf das Publikum aber nicht über, wohl auch weil keine Fragen zugelassen wurden und die Panelisten nur unter einander diskutierten.

Erfolgreicher vierter Service-Stammtisch in Hamburg

Mittwoch, 19. November 2008

Am gestrigen Abend  fand der vierte Service-Stammtisch in Hamburg im Kaminzimmer des Goldenen Engels statt. Der von Kai Altenfelder ins Leben gerufene Stammtisch versteht sich als Plattform für Service-Manager und Kundendienstleiter. Auf den zweimonatlich stattfindenden Veranstaltungen können die Teilnehmer in lockerer Runde ihre Erfahrungen aus dem Service-Business austauschen.

Bei der vierten Veranstaltung in Hamburg trafen sich gestern Fach- und Führungskräfte aus dem Hamburger Großraum und Schleswig-Holstein. Bewährt hat sich das neue Konzept des Stammtisches, für die Teilnahme im voraus eine Organisationspauschale zu erheben. Von den angemeldeten Teilnehmern blieb niemand fern, es gab keine kurzfristigen Absagen.

So konnten die Teilnehmer von einer bunten Mischung an vertretenden Branchen und Positionen und demzufolge unterschiedlichen Blickwinkeln profitieren. Informationstechnologie, IT-Dienstleister, Telekommunikation, Elektrotechnik, Personalwirtschaft und Unternehmensberatung waren durch Abteilungs- und Bereichsleiter aus dem Customer Service bzw. Vorstände und Inhaber vertreten.

Ebenfalls bewährt hat sich die Neuerung, den Diskussionsabend durch einen Impulsvortrag zu starten und thematisch unter ein Leitbild zu stellen. So hat Iris Gordelik, Vorstandsvorsitzende der Gordelik AG, ihre Vision vorgestellt, dass Unternehmenslenker künftig Führungskräfte mit Erfahrungen aus dem Kundendialog sein werden.

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Auf nur einer Folie (die dafür aber in DIN A0) untermauerte sie ihre These anhand der Veränderungen in den typischen Aufbauorganisationen der vergangenen Jahrzehnte. In einem Ausblick auf 2020 prognostizierte sie, dass die Customer Service-Organisation eines Unternehmens dann nicht nur in der Geschäftsführung repräsentiert sein wird. Vielmehr glaubt sie daran, dass der Kundendienst dann der Treiber für alle anderen Linien des Unternehmens sein wird. Die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Produkte und Dienstleistungen kundenorientiert zu entwickeln und vertreiben werde dann kritischer Erfolgsfaktor sein.
Aus dieser für Kundendienstler reizvollen aber auch provokanten These folgten dann angeregte Diskussionen mit unterschiedlichen Positionen. Angefangen mit der Frage, ob es für den Kunden denn so viel vorteilhafter sei, wenn ein Kundendienst-Manager in einer gehobenen Position sitze. Bis hin zu Fragen der Prozessgestaltung, die in diesen neuen Formen der Aufbauorganisation einzurichten sein werden wurden viele Themengebiete berührt. Prozessorientierung versus Kundenorientierung wurden vertreten und die Erkenntnis formuliert, dass beide sich nicht ausschließen müssen. Viele Beispiele und persönliche Erfahrungen wurden in die Diskussion eingebracht, die letztlich aber offen endete.
In der Bewertung der aktuellen Marktsituation waren sich die Teilnehmer dann aber einig, dass Finanzkrise und Rezession auch neue Chancen aufwerfen. Der Kostendruck in den Unternehmen könne sowohl dazu führen, dass Projekte und Vorhaben zurück gestellt würden. Es sei aber ebenso möglich, dass gerade aufgrund des aktuellen Druckes Optimierungsprojekte jetzt begonnen würden.

Ein harter Kern an Teilnehmern hielt es gestern bis ca. 23:30 Uhr aus und hätte auch noch länger diskutiert, wenn nicht heute morgen die Arbeit wieder rufen würde. Das Feedback zur Veranstaltung war gut, auch zur Konzeptänderung, sodass die Folgeveranstaltung im Januar geplant werden kann.

Der nächste Service-Stammtisch in Hamburg wird voraussichtlich am Dienstag, dem 20. Januar 2009 wieder um 19:00 Uhr stattfinden. Das Thema des Abends und der Veranstaltungsort werden rechtzeitig ausgewählt und hier bekannt gegeben werden.Wenn Sie Vorschläge für diesen oder kommende Stammtische haben, so lassen Sie sie mich bitte wissen.

Zweiter Service-Stammtisch in Hamburg

Mittwoch, 02. Juli 2008

Am gestrigen Dienstag Abend fand zum zweiten Mal der Stammtisch für Servicemanager und Kundendiensleiter statt. In der bewährten Lokation von Hornbachers Goldenem Engel in Hamburg Harburg trafen sich die Teilnehmer zum Fachsimpeln. Aufgrund der längeren Einladungsfrist konnten sich mehr Fach- und Führungskräften den Termin einrichten als noch beim ersten Stammtisch. Vertreten waren gestern die Branchen Informationstechnologie, Immobilienwirtschaft, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Telekommunikation.

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In der bunten Zusammenstellung der Stammtisch-Teilnehmer lag dann auch die Würze der Veranstaltung: Aufgrund der jeweiligen Branchenzugehörigkeit mit ihren anderen Betrachtungswinkeln brachten die Stammtischler immer neue Perspektiven in die Diskussion.

Gestärkt mit Hornbachers Fingerfood und viel Flüssigkeit diskutierten die Servicemanager über Themen wie die Messung der Kundenzufriedenheit im Entstörungsfall und dem Vergleich der Daten mit üblichen Werten aus der jeweiligen Branche. Auch über die Herausforderung, Kunden wirksam in die Pflicht zur Mitwirkung bei der Dienstleistung zu nehmen, wurde lebhaft gesprochen.

Unternehmensinterne IT-Dienstleister sehen sich aktuell mit einer wachsenden Palette an zu unterstützenden Produkten konfrontiert, auch solchen, über die sie nicht die Verfügungshoheit haben. Es gab interessante Einblicke, mit welchen Strategien sich die Service-Manager diesen Situationen stellen.

Ebenfalls spannend waren die Schilderungen der Aufgabenstellungen in der Immobilienwirtschaft, die sich zunehmend dem Thema Outsourcing und Generalunternehmerschaft widmen muss. Das brachte dann noch die Fragestellung auf den Tisch, wie sich die Dreiecksbeziehung zwischen Dienstleister, Auftraggeber und Endkunde auf dessen Zufriedenheit auswirken kann.

Gegen 22:30 Uhr löste sich der Service-Stammtisch allmählich auf. Die Teilnehmer gaben auch dieses Mal ein positives Feedback zur Veranstaltung ab und regten an, künftige Stammtisch-Termine unter vorher definierte Themen zu stellen.

Der nächste Termin für den Stammtisch in Hamburg ist wieder ein Dienstag, der 02. September. Treffpunkt ist wie gewohnt das Restaurant Goldener Engel in der Harburger Schloßstr. 7 in Hamburg.

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung des Hamburger Service-Stammtisches

Dienstag, 03. Juni 2008

Gestern abend fand der erste Hamburger Service-Stammtisch in Hornbachers “Goldener Engel” in Hamburg-Harburg statt. Auf Einladung von Kai Altenfelder trafen sich mehrere Kundendienstleiter und Service Manager um 19:00 Uhr zum Fachsimpeln. Die Teilnehmer stammten aus den Branchen Automatisierungstechnik, Mobile Entertainment und Informationstechnologie und fanden schnell Gesprächsthemen.

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Bei leckerem Fingerfood und erfrischenden Getränken wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Service Business der Branchen identifiziert: Die Diskussion rankte sich um Themen wie Service Level Agreements, Gehaltsbandbreiten, Veränderungsmanagement und Mitarbeitermotivation. Schnell wurde deutlich, dass service-spezifische Prozesse und Tools in den unterschiedlichen Branchen gleichermaßen bekannt sind. Gelebt werden sie zum Teil aber recht unterschiedlich.

Interessant war insbesondere festzustellen, wie unterschiedlich die Kundenakzeptanz für zusätzlichen Service in den einzelnen Branchen ist. In den industriell geprägten Unternehmen wird vielfach Wartung und Service als Bestandteil des Produktverkaufes angesehen. Das stellt den Dienstleister vor Herausforderungen bei der Angebots- und Vertragsgestaltung.

Gegen 22:00 Uhr löste sich der erste Service-Stammtisch allmählich auf. Alle Teilnehmer gaben ein positives Feedback zur Veranstaltung ab und haben sich das Folge-Event bereits vorgemerkt.

Der nächste Termin für den Stammtisch in Hamburg ist Dienstag, der 01.07. (nach der Fußball-EM!). Treffpunkt ist wieder das Restaurant Goldener Engel in der Harburger Schloßstr. 7 in Hamburg.

Umwelttechnikfirmen suchen IT-Fachkräfte als Manager

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wie der Newsdienst ZDNet berichtet, suchten Umwelttechnikfirmen derzeit verstärkt nach IT-Führungskäften, um ihr eigenes Management-Team mit den nötigen Kenntnissen zu bereichern. Angeschoben vom Geld der Wagnisfinanzierer, versuchten viele Start Up-Unternehmen, ihre derzeit wissenschaftlich geprägten Geschäftsführungen durch Business-Know-how aus der IT fit für das Wachstum zu machen.

Der vermeintliche Spagat für die Manager, die bisher nur mit Hard- und Software zu tun hatten, sei nicht so groß wie angenommen. Die Management-Erfahrung aus Hightech-Unternehmen würde sich mit den vorhandenen Ingenieursleistungen in den Unternehmen gut kombinieren lassen. Deren bisherige Führungsstrukturen würden durch den Einfluss der Quereinsteiger aus der IT belebt, Impulse auf Innovation und Kostenreduzierung seien bereits spürbar, heißt es.

Bemerkenswert sei, dass sich unter den vermeintlichen Umwelttechnik-Newcomern Mitarbeiter fänden, die in den letzten Jahren zwar in der IT gearbeitet hätten. Ihren Hochschul-Abschluss hätten sie davor aber in Umwelttechnik oder einem verwandten Thema gemacht.

Selten habe ich mich durch einen Artikel besser beschrieben gefunden, als durch diesen. Selber Diplom-Ingenieur für Umwelttechnik, habe ich in den vergangenen Jahren als Service Manager in Software-Unternehmen gearbeitet. Nun bringe ich dieses Know-how als Berater in Technologie-Unternehmen, u.a. im Wachstumsmarkt Umwelttechnik, mit ein. Es ist schön, die eigene Unternehmensstrategie so von extern bestätigt zu bekommen.