Mit ‘Organisation’ getaggte Artikel

Erfolgreich im Beruf – über den Zusammenhang von Macht, Teamgeist und Erfolg

Freitag, 15. Februar 2008

In der Online-Fassung der Süddeutschen Zeitung findet sich heute ein Interview mit der Organisationspsychologin Claudia Eilles-Matthiessen. Darin spricht sie darüber, wie Erfolgsmenschen beschaffen sein müssen.

Angetrieben von den Motiven Gruppenzugehörigkeit, Leistung und Macht ist es hauptsächliche letzteres, welches einen erfolgreichen Manager ausmachen. Die Herausforderung für jeden Einzelnen liegt darin, den Machtanspruch nicht überwiegen zu lassen. Die Grenze vom Erfolgreichen zum Tyrannen ist schnell überschritten.

Um in einer Scheinwelt aus Meetings, Telefonkonferenzen und Reisen in der Business Class nicht die Bodenhaftung zu verlieren, bedarf es einer gehörigen Portion Selbstreflexion. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, über sich selber lachen können ist dabei die Kunst.

Dabei ist die Entwicklung einer Führungspersönlichkeit immer von der Prägung der Unternehmenskultur abhängig. Wenn in der Firma Ellenbogenmentalität gefördert wird, wenn Fairness und Teamgeist nicht belohnt werden, werden sich solche Tugenden auch nicht entfalten können.

In einem solchen Umfeld wird sich innerhalb kurzer Zeit jeder Angestellte an die Gepflogenheiten anpassen — oder gehen.

Diejenigen, die bleiben, empfinden die Kultur ihres Unternehmen immer mehr als normal und entwickeln sogar eine entsprechende Identität, die irgendwann auch das private Umfeld (unangemessen) bestimmt.

30% aller Veränderungsprozesse in deutschen Unternehmen scheitern

Freitag, 14. Dezember 2007

Die VDI nachrichten berichten in ihrer aktuellen Ausgabe davon, dass laut einer Studie der TU München in deutschen Unternehmen dreissig Prozent aller Veränderungsprozesse scheitern.

Die üblichen Gründe dafür sehen die Autoren der im Artikel zitierten Studie in dem “unzureichende(n) Engagement der oberen Führungsebenen”, “unklare(n) Zielbilder(n) und Visionen der Veränderungsprozesse” sowie durch “lückenhafte oder verspätete Information an die Mitarbeiter”.
Das ist einerseits nicht überraschend, wenn man den Alltag in deutschen Unternehmen kennt und miterlebt hat, wie wichtige Neuerungen in der Organisation oder in den Abläufen den Mitarbeitern vorgestellt werden. Andererseits stammt die Erkenntnis, dass Mitarbeiterengagement und Identifikation mit dem eigenenen Unternehmen wichtige Parameter im Change Management sind, bereits aus den dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Warum also werden in einem Drittel deutscher Unternehmen die gleichen Fehler immer wieder gemacht?

Die Dynamik des Marktumfeldes zwingt immer mehr Unternehmen, sich rasch auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen. In vielen Branchen ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt. In deren Märkten gibt es keine Ruhezonen mehr, da sich Kunden und Anbieter pausenlos neu orientieren. Die Führungskräfte sind daher gehalten, soziale Systeme in ihren Unternehmen zu entwickeln, die die Aufmerksamkeit stärker auf die eigenen Mitarbeiter lenken. Deren Ängste und Vorbehalte vor Veränderungen dürfen nicht unterschätzt oder gar übergangen werden.

Die Schlüsselpersonen in einem veränderten Prozess müssen in die Vorbereitungen un Umsetzungen mit eingebunden werden. “Aus Betroffenen Beteiligte machen” lautet nicht umsonst das Mantra der auf Change Management spezialisierten Unternehmensberatungen. So wird gewährleistet, dass wichtige Meinungsbildner im Unternehmen die Veränderung unterstützen und sie nicht durch offenen oder, schlimmer, passiven Widerstand verhindern.

Bewährt hat sich die externe Begleitung von Veränderungsprozessen durch geschulte Berater und Coaches, die bereits Erfahrungen in der Einführung neuer Methoden oder vergleichbarer Organisationsänderungen gesammelt haben.