Mit ‘Management’ getaggte Artikel

“Service Innovation made in Germany” – 60. German-Chapter-Meeting des AFSMI

Dienstag, 17. Juni 2008

n der vergangenen Woche fand das 60. Treffen vom German Chapter des AFSMI in Bonn statt. Gastgeber war der Logistiker Deutsche Post WorldNet, der sowohl in sein Innovation Center als auch in den Post Tower eingeladen hatte.

Am Donnerstag begann das Treffen mit einer Keynote des Geschäftsbereichsleiters Kundenservice Brief der Post, Eckhard Schlingmann. Daran schloss sich die Vorstellung des DHL Innovation Centers durch deren Leiter Dr. Keith Ulrich und eine Führung durch das Center an. Die Teilnehmer erhielten Einblick in die Innovationsforschung des Logistikers und konnten sich über dessen geschäftlichen Visionen informieren.

Die traditionelle Networking-Abendveranstaltung fand im Restaurant Rolandsbogen hoch über dem Rhein statt, wo bei atemberaubendem Ausblick erstklassige kulinarische Genüsse gereicht wurden.

Der Freitag stand wie immer ganz im Zeichen der Fachvorträge und Erfahrungsberichte von hochkarätigen Referenten. Der Gastgeber gewährte mit zwei Vorträgen Einblick in seine Strategie- und Innovations-Arbeit und präsentierte sich als global agierender Dienstleistungs-Unternehmensgruppe.

Der Volksmund und die Medien tun Deutschland nach wie vor als “Service-Wüste” ab. Insofern war interessant zu erfahren, wie sich die Politik der Verbesserung der Dienstleistungsqualität angenommen hat. Das BMBF in Person von Frau Ursula Zahn-Elliott zeigte in einem Beitrag die Ergebnisse und aktuelle Planungen der deutschen Forschungs-Initiative zum Thema Dienstleistungen vor. Das erste vom AFSMI German Chapter seit 2005 begleitete Forschungsprojekt MARIS stellte zusammen mit dem Industriepartner praktische Resultate vor.
Der Referent der Quelle GmbH zeigte in einem Beitrag, wie sich die Anforderungen an den Versandhandel mit dem Einzug von eCommerce gewandelt und zu Innovationen im Dienstleistungsbereich geführt haben.

Den letzten Beitrag vor der Paneldiskussion bildete der Vortrag “Management- und Leadership-Herausforderungen bei Service Innovation” von Prof. Heribert Schmitz. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende von Hewlett-Packard in Deutschland bot provokante An- und Einsichten zu Motivation und Führung von Mitarbeitern, die nach wie vor den größten Einfluss auf die Qualität von Dienstleistungen haben.

Das 61. Treffen des AFSMI zum Thema “Managed Services” findet am 18. September in Hamburg bei der International Business School of Service Management statt.

ISO 20000 – was ist das, wem nützt es und wie erlangt man es?

Dienstag, 26. Juni 2007

Die internationale Norm ISO 20000 zielt darauf ab, dass Unternehmen einen integrierten Prozessansatz nutzen, um IT Dienstleistungen zu erbringen. Der englischsprachige Normentext spricht dabei von “effective delivery”, also erfolgreicher, leistungsfähige und nachhaltiger Dienstleistung.
Grundlage für die in ISO 20000 beschriebenen Management-Prozesse ist das ITIL-Rahmenwerk (IT Infrastructure Library), welches vom britischen Office of Government Commerce (OGC) definiert und ins Leben gerufen wurde. ITIL ist mittlerweile der weltweite defacto-Standard für die Erbringung von IT Service Management, weit über die Grenzen Englands hinaus. Ständig weiter entwickelt werden die Prozesse durch das weltweite IT Service Management Forum (itSMF), einer non-profit Organisation mit lokalen Ablegern in vielen Ländern.
Das Besondere an ITIL ist der best practice-Ansatz des Prozesswerkes, d.h. durch die Pflege und Weiterentwicklung durch persönliche und Unternehmensmitglieder im itSMF fließen immer aktuelle Erfahrungen in das Rahmenwerk mit ein.
Die Norm bietet nun den Unternehmen, die bereits erfolgreich ITIL-Prozesse auf ihre Organisation angepasst und eingeführt haben die Möglichkeit, ihren internen Erfolg öffentlich zu machen. Wie bei anderen ähnlich gelagerten Zertifikaten (ISO 9000ff, SCP etc.) auch, ist ISO 20000 natürlich eine Marketing-Botschaft der Zertifizierten.
Darüber hinaus bietet eine entsprechende Zertifizierung aber noch mehr Vorteile:

  • ISO 20000 wird aller Voraussicht den gleichen Stellenwert einnehmen wie ISO 9000 im Bereich Qualitätsmanagement, d.h. Unternehmen werden von ihren IT-Dienstleistern einen entsprechenden Nachweis fordern
  • wer sich als IT-Dienstleister dem Aufwand einer Zertifizierung stellt, beweist, dass der Qualitätsanspruch und der kontinuierliche Verbesserungsprozess eine wichtige Rolle in der Organisation spielen
  • ein erteiltes Zertifikat kann ein wichtiger Meilenstein im Weiterentwicklungsprozess des Dienstleisters sein und damit
  • einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeitermotivation leisten
  • eine Dienstleistungs-Organisation hat durch ITIL-Prozesse höhere Effektivität und Effizienz (itSMF: 70% der ITIL anwendenden Unternehmen berichten von greif- und messbaren Vorteilen, IDC: 79% Reduzierung von Ausfallzeiten, ROI um 1300% höher)

Wie passen nun die ISO-Norm und das ITIL-Prozessrahmenwerk zusammen?

Die Norm besteht aus zwei Teilen:

ISO 20000-1:2005 ist die formale Spezifikation und definiert die Anforderungen an die Organisationen, die ihren Kunden IT-Dienstleistungen wiederholbar in einer vereinbarten Qualität liefern wollen. Der zweite Teil, ISO 20000-2:2005, ist der sogenannte “code of practice”, der die oben erwähnten best practices für Service Management-Prozesse im Geltungsbereich der Norm beschreibt. Dieser Leitfaden basiert, wie um Grunde genommen auch der erste Teil der Norm, auf den bekannten ITIL-Prozessen. Dieser zweite Teil ist daher besonders für Unternehmen und Organsationen hilfreich, die ITIL-Prozesse bereits anwenden und sich auf ein Audit vorbereiten wollen.

Die Vorbereitung auf das Audit kann ein Unternehmen entweder in Eigenregie organisieren, oder sich der Hilfe eines externen Beraters bedienen. Diese akkreditierten ISO/IEC 20000 Berater sind durch ein vom itSMF wiederum akkreditiertes Trainingsunternehmen speziell auf die Beratung und Vorbereitung zur ISO 20000-Zertifizierung ausgebildet worden. Die Berater erhalten Ihre Akkreditierung direkt vom itSMF (im konkreten Fall dem itSMF UK) und sind dort registriert. Durch diese verliehenen Weihen kann ein Unternehmen bei der Auswahl des externen Beraters davon ausgehen, sich besonders qualifizierte und erfahrene Experten ins Haus zu holen.

Umwelttechnikfirmen suchen IT-Fachkräfte als Manager

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wie der Newsdienst ZDNet berichtet, suchten Umwelttechnikfirmen derzeit verstärkt nach IT-Führungskäften, um ihr eigenes Management-Team mit den nötigen Kenntnissen zu bereichern. Angeschoben vom Geld der Wagnisfinanzierer, versuchten viele Start Up-Unternehmen, ihre derzeit wissenschaftlich geprägten Geschäftsführungen durch Business-Know-how aus der IT fit für das Wachstum zu machen.

Der vermeintliche Spagat für die Manager, die bisher nur mit Hard- und Software zu tun hatten, sei nicht so groß wie angenommen. Die Management-Erfahrung aus Hightech-Unternehmen würde sich mit den vorhandenen Ingenieursleistungen in den Unternehmen gut kombinieren lassen. Deren bisherige Führungsstrukturen würden durch den Einfluss der Quereinsteiger aus der IT belebt, Impulse auf Innovation und Kostenreduzierung seien bereits spürbar, heißt es.

Bemerkenswert sei, dass sich unter den vermeintlichen Umwelttechnik-Newcomern Mitarbeiter fänden, die in den letzten Jahren zwar in der IT gearbeitet hätten. Ihren Hochschul-Abschluss hätten sie davor aber in Umwelttechnik oder einem verwandten Thema gemacht.

Selten habe ich mich durch einen Artikel besser beschrieben gefunden, als durch diesen. Selber Diplom-Ingenieur für Umwelttechnik, habe ich in den vergangenen Jahren als Service Manager in Software-Unternehmen gearbeitet. Nun bringe ich dieses Know-how als Berater in Technologie-Unternehmen, u.a. im Wachstumsmarkt Umwelttechnik, mit ein. Es ist schön, die eigene Unternehmensstrategie so von extern bestätigt zu bekommen.