Archiv für Januar 2009

Angriffe auf die Webseite von Altenfelder Services Consulting

Donnerstag, 29. Januar 2009

Seit einigen Tagen wird der Webserver www.altenfelder.com von Maschinen aus dem Netzwerk der

Keyweb Aktiengesellschaft
Neuwerkstrasse 45/46
D-99084 Erfurt

attackiert. Die dabei verwendeten IP-Adressen sind 87.118.100.81 und 87.118.120.85. Das Unternehmen wurde heute abend von mir auf diesen Umstand hingewiesen mit der Bitte um sofortige Unterbindung der Angriffe. Die Antwort steht noch aus.

Sollten Ihnen beim Besuch meiner Webseite anscheinend veränderte Inhalte oder Layouts auffallen, so kontaktieren Sie mich bitte umgehend.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Open Source Business Award heute abend verliehen

Mittwoch, 28. Januar 2009

Heute abend wurde im Alten Rathaus der Stadt Nürnberg der dritte Open Source Business Award verliehen.  Die Veranstaltung fand im Rahmen der Konferenz Open Source Meets Business statt, die in diesem Jahr zum vierten Mal vom Heise Zeitschriften Verlag ausgerichtet wurde.

Der mit insgesamt 75.000 Euro dotierte Preis zeichnet Unternehmen aus, die ein Geschäftsmodell auf Open-Source-Basis umsetzen wollen. Ausgelobt wird der Award von der Open Source Business Foundation, die mit ihren Foundation Coaches auch die Jury für die Bewertung der Businesspläne besetzt.

Der dritte Preis und damit 10.000 Euro wurde in diesem Jahr an die Firma Snowflake aus der Schweiz vergeben, die eine webbasierte Projektverwaltung entwickelt und als OpenSource freigegeben hat.

Da die Businesspläne der Oxid eSales GmbH und Sopera von den Juroren für gleich gut bewertet wurden, entschied sich die Jury einstimmig dazu,  beide Unternehmen auf den ersten Platz zu heben. Sie erhielten jeweils die Hälfte der Summe aus dem ersten und dem zweiten Preis und damit jeder 32.500 Euro.

Die ursprünglich vorgesehenen Preise in Höhe von 3.000 Euro für die Prämierung der Geschäftsideen von Einzelpersonen wurde mangels Einreichungen in diesem Jahr nicht vergeben.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

“You won’t be fired for buying OpenSource”

Dienstag, 27. Januar 2009

Heute war der erste Tag der Open Source Meets Business Konferenz in Nürnberg. Highlights waren unter anderem die Keynotes von Larry Augustin und Rafael Laguna dela Vera. Der erste ist Business Angel und VC, der zweite ist CEO der Open-Xchange GmbH (und auch Business Angel und VC).

Augustin zeigte interessante Statistiken darüber, wieviel VC-Gelder im vergangenen Jahr in OpenSource-Unternehmen investiert wurden. So ist 2008 seit Beginn seiner Statistik in 2000 das Jahr mit den zweithöchsten Investitionen. Er folgterte daraus, dass die Wirtschaftskrise die Situation für die Akzeptanz Open Source in Unternehmen mehr begünstigen als benachteiligen würde. In kritischen Zeiten würden alle Potentiale zur Kosteneinsparung ausgenutzt und ein wesentliches Potential biete eben der Einsatz von OpenSource-Software.

Zudem sei die Krise eine gute Phase, um Unternehmen mit einem OpenSource-Fokus zu gründen. Durch die betriebsbedingten Kündigungen aller Orten wären viele gute Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt verfügbar, die gerne wieder in Lohn und Brot kommen wollten. Sicherlich ein etwas zynischer Aspekt, aber doch mit einem wahren Kern.

Viel Zustimmung erhielt Augustin dann auch für seine Einschätzung des historischen Wandels:

In den 80ern wäre man nicht dafür gefeuert worden, wenn man bei IBM gekauft hätte. In den 90ern wäre man nicht dafür gefeuert worden, wenn man bei Microsoft gekauft hätte. Und in den 2000ern würde man eben nicht dafür gefeuert, wenn man OpenSource-Software kaufen würde.

Rafael Laguna sprach über den Trend “Cloud Computing” und dessen diversen Aspekte. Am längsten ist den Teilnehmern bestimmt seine Warnung über die “closed clouds” in den Ohren geblieben. Sie würden einen noch festeren “vendor lock-in” verursachen, als kommerzielle Software es könnte. Sprich, die Bindung eines Kunden an seinen Cloud-Anbieter, die nicht nur durch die Verwendung von dessen Software (as a Service) sondern eben auch durch die Speicherung der Kundendaten steigen würde.

Den Rest des Tages habe ich mit dem Ansehen der Präsentationen der BusinessPlan-Wettbewerber (OSBA) verbracht, da ich Mitglied in der Jury bin.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Open Source Meets Business startet morgen

Montag, 26. Januar 2009

Der Kongress “Open Source Meets Business” öffnet morgen seine Pforten. Die Veranstaltung ist inzwischen zum wichtigsten Event im Jahr geworden, bei dem es sich um das Thema “Geschäftsfelder und -modelle mit Open Source” dreht. Dazu beigetragen haben die bislang hochkarätigen Keynote-Speaker und das ausgewogene Vortragsprogramm.

Ebenso wichtig ist jedoch der mit 78.000,- € europaweit am höchsten dotierte Businessplan-Wettbewerb, bei dem neue aber auch bereits existierende Open Source-Projekte Unterstützung beim Wachstum ihrer Unternehmen erfahren können.

Der Kongress dauert drei Tage und findet traditionell im Nürnberger Kongresszentrum statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Open Source Business Foundation und dem Heise Zeitschriften Verlag.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Umsatz sichern: Kunden(un)zufriedenheit frühzeitig erkennen

Freitag, 23. Januar 2009

Veränderungen des Marktes führen dazu, dass sich die Marktteilnehmer anders verhalten. Ihre Kunden könnten zum Beispiel ihr Einkaufsverhalten ändern und weniger oder gar nicht mehr bei Ihnen kaufen.

Wie schnell erfahren Sie davon? Am Monats- oder erst am Quartalsende, wenn Sie die Zahlen vom Controlling erhalten? Das ist zu spät.

Sie müssen in der Lage sein, Trends im Kundenverhalten schneller zu erkennen.Trainieren Sie Ihre Service-Mitarbeiter darauf, während der Interaktion mit Kunden auf die Zwischentöne in der Kommunikation zu achten. Deren Stimmung ist an bestimmten Äußerungen und Verhaltensweisen ziemlich sicher zu bestimmen. So können Sie unzufriedene Kunden rasch identifizieren, die Ursachen für deren Unzufriedenheit aufdecken und hoffentlich beheben.

Noch einfacher ist es, wenn Ihre Servicekräfte vor Ort beim Kunden tätig sind. Dann ergeben sich noch mehr Möglichkeiten, in der Interaktion mit den Kunden Konfliktpotentiale zu entdecken. Äußern sich die Mitarbeiter des Kunden in der Teeküche oder im Raucherzimmer über schlecht oder gar nicht funktionierende Prozesse? Schon haben Sie einen Ansatzpunkt für eine neue Dienstleistung!

Setzen Sie ein Reporting auf, welches Ihnen die wichtigsten Umsatzträger und deren Zufriedenheit liefert. Sie werden überrascht sein, welchen Anteil die einzelnen Kunden am gesamten Service-Umsatz haben. Halten Sie sich vor Augen, wie wichtig die Zufriedenheit dieser Kunden für Ihr Unternehmen ist und setzen Sie alles daran, dass das so bleibt (oder wird!).

Schaffen Sie dedizierte Kommunikationskanäle, über die Ihre Kunden Beschwerden loswerden können. Wichtig ist dabei, dass die dort geäußerten Beschwerden auch ernst genommen und zur Zufriedenheit der Kunden gelöst werden. Sie müssen lernen, für jede Beschwerde dankbar zu sein, denn damit gibt Ihnen ein unzufriedener Kunde eine zweite Chance. Eine gelöste Beschwerde macht aus dem Beschwerdeführer mit hoher Wahrscheinlichkeit einen zufriedenen Kunden, der Sie gerne weiter empfiehlt. Und das nur, weil Sie ihm zugehört und sein Anliegen ernst genommen haben.

Nichts ist dagegen schlimmer, als eine Beschwerde zu ignorieren oder als lästige Nörgelei eines Querulanten abzutun. Solche Kunden werden in ihrem Bekanntenkreis von dem Erlebnis mit Ihrem Service erzählen und den Trend zum Kundenschwund damit noch verstärken.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Dritter Service-Stammtisch in Bremen

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wie schon vorgestern in Hamburg, fand gestern in Bremen der Service-Stammtisch statt. Zum dritten mal kamen Service Professionals und Unternehmer in der Presse Bar Cuisine zusammen, um über best practices im Service Business zu sprechen.

Als ob die Zahl “drei” am dritten Stammtisch eine besondere Rolle spielen würde, waren auch an diesem Stammtisch im Januar nur wenige Teilnehmer erschienen, nämlich genau drei.  Trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, entspann sich eine lebhafte Unterhaltung über die Internationalisierung von Dienstleistungen. Zwei der drei Teilnehmer vertraten mittelständische Software-Unternehmen gleicher Größe, aber ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Dennoch fanden sich sehr schnell gleiche Interessen und Kundensegmente, so dass an diesem Abend auch die geschäftsentwickelnde Komponente des Stammtisches voll zum Tragen kam.

Wie bei den anderen Terminen vorher auch, war das Essen in der Presse ausgezeichnet und das Personal sehr aufmerksam. Die Teilnehmer äußerten sich positiv über den Verlauf und die persönlichen Ergebnisse des Abends und hoffen auf eine Wiederholung in größerem Rahmen.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Sparen, aber richtig: Mitarbeiterqualifikation auch in der Krise

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wenn der Kostendruck steigt, wird gerne nach den naheliegenden Lösungen gesucht. Kurzfristige Einsparpotentiale müssen her, damit die Bilanz schnell wieder ausgeglichen ist. Ein gängiges Ziel für den Rotstift sind die Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für die eigenen Mitarbeiter. Einer Umfrage des VDI Wissensforums zufolge planen mehr als 30 % der Unternehmen mit Hinweis auf die Krise in diesem Jahr weniger oder keine Maßnahmen ein.

Da passt das Ergebnis der Umfrage der German Consulting Group gut ins Bild, dass 80 % der von ihr befragten Führungskräfte ihre Mitarbeiter regelmäßig in Seminare schicken, mehr als 60 % aber keine Weiterentwicklung und damit keinen Mehrwert für das Unternehmen sähen.

So kommt es, dass in konjunkturell schwächeren Zeiten die Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen in den Betrieben rückläufig sind. Das spart zwar kurzfristig Kosten ein, schwächt mittel- und langfristig jedoch die Wettbewerbsposition des Unternehmens auf dem Markt.

Faktisch kommt die fehlende Weiterbildung nämlich einer “Dequalifizierung” der Mitarbeiter gleich und nicht einem Stillstand auf dem Status quo. In einer Gesellschaft, in der die Relevanz des vorhandenen Wissens immer schneller abnimmt (sogenannte “Halbwertszeit des Wissens”), muss die Anpassung des Wissens an die Erfordernisse kontinuierlich und regelmäßig erfolgen.

Denn das fehlende KnowHow kann mitnichten auf dem Personalmarkt beschafft werden. Der Fachkräftemangel schlägt voll durch, viele Unternehmen können schon seit Monaten bestimmte Schlüsselpositionen nicht besetzen. Ein weiterer Verlust an Wissen durch fehlende Weiterqualifizierung kommt dem sprichwörtlichen Absägen des Astes gleich, auf dem die Unternehmen sitzen.

Was sollen die Unternehmen tun, um einerseits zu sparen sich andererseits aber nicht der Substanz zu berauben?

Finden Sie neue Formen der Weiterbildung! Jeder Ihrer Mitarbeiter hat ein bestimmtes Spezialgebiet, auf dem er oder sie mehr Kenntnisse als der Rest des Teams hat. Lassen Sie reihum die Mitarbeiter Seminare vorbereiten und gegenseitig halten. Oft haben solche hausinternen Schulungen den angenehmen Nebeneffekt, dass sie spezifischer auf die Unternehmensbelange zugeschnitten sind, als externe Standard-Seminare. (Auf Dauer fördern rein intern konzipierte Seminare allerdings den Tunnelblick!)

Wenn Sie externe Seminare buchen, dann schicken Sie nicht alle Mitarbeiter dorthin. Sondern nutzen Sie die Teilnehmer als Multiplikatoren, die im Anschluss an das Seminar den Inhalt in internen Trainings weitergeben.
Lassen Sie Ihre Mitarbeiter den Austausch in Verbänden und Organisationen suchen. Nutzen Sie Netzwerke und die Möglichkeit, über Firmengrenzen hinweg über Herausforderungen und mögliche Lösungen zu sprechen.

Bauen Sie ein Mentoring-Programm auf, in dem erfahrene Mitarbeiter die neuen Kollegen fachlich begleiten und Empfehlungen zur Weiterentwicklung geben. Fordern Sie dabei die Unterstützung der Personalabteilung ein, die auf die didaktischen und lernpädagogischen Aspekte achten soll.

Versuchen Sie, für Mitarbeiter an Schlüsselpositionen einen externen Coach zu finden, der als Sparringspartner zum Ideenaustausch dienen kann. Durch dessen externen Blick ergeben sich in der Regel neue Perspektiven, die die Lösungsfindung beschleunigen.

Kurz, tun Sie alles, um die Effektivität Ihrer Mitarbeiter durch gezielte Weiterbildung zu verbessern und gleichzeitig deren Bindung an Ihr Unternehmen zu festigen. Damit werden Sie die Wettbewerbsfähigkeit langfristig bewahren und Ihre Unternehmensstrategie unterstützen können.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Umsatz sichern: Zuverlässigkeit und verbindliche Kommunikation

Mittwoch, 21. Januar 2009

Wenn man die eigenen Kunden befragt, was ihnen an den angebotenen Produkten und Dienstleistungen am besten gefällt bzw. am meisten fehlt, erhält man interessante Antworten. Die Hamburger PPI AG hat das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) mit einer Studie “Software – Made in Germany” beauftragt.

Heraus gekommen ist, dass über die Hälfte der Befragten die Zuverlässigkeit ihres Software-Dienstleister als wichtigstes Kriterium für die Anbieterauswahl nannten. Zugleich sind mehr als 40 Prozent der Unternehmen mit den Angeboten und Leistungen ihrer Lieferanten in diesem Bereich unzufrieden. Am meisten genannt wurden dabei Fehler in den Produkten, aber schon an dritter und vierter Stelle standen die Unfriedenheit mit dem Preis-/Leistungsverhältnis der Softwarewartung bzw. die wechselnden Ansprechpartner im Support.

In der Kombination der drei Antworten erhält man ein Spiegelbild von der Situation bei vielen Dienstleistern, in diesem Fall aus der Softwarebranche:

Die Qualitätssicherung für Software ist ein weites Feld. Das Thema kann man als Unternehmen grundsätzlich beherrschen. Dabei gibt es je nach Art der entwickelten Applikation verschiedene Stufen der Komplexität, die man als Softwareentwickler alleine nicht vollständig abprüfen kann. Wichtige Stichworte sind hier ein funktionierendes Release Management und Testphasen, die die Einbeziehung der Kunden und Nutzer mit vorsieht (öffentlicher Beta-Test). Darauf soll hier nicht weiter eingegangen werden.

“Make intangibles tangible”
Wichtiger scheint das Unvermögen der Dienstleister, ihren Kunden eine Wahrnehmung des gestifteten Nutzens zu vermitteln. Den Kunden (die nicht notwendigerweise die Anwender der Lösung sein müssen) wird nicht klar, welchen Wert der Supportvertrag bietet. Damit fällt das Urteil über dessen Preiswürdigkeit in der Regel schlechter aus, als es nach Lage der Dinge sein müsste.

Wieder kommt die Regel aus dem Marketing “make intangibles tangible” zum Tragen: Die Dienstleister müssen ihren Kunden die eigene Leistung klar und transparent machen. Eine nachts oder am Wochenende ausgeführte präventive Fernwartung, die einen Ausfall oder eine Leistungsminderung der Systeme verhindert hat, fällt den meisten Kunden nicht auf. Sie muss ihnen offen kommuniziert werden. Zum Beispiel in einem regelmäßigen Servicebericht, der die Einhaltung der versprochenen Servicelevel misst.

Hier kann dokumentiert werden, dass der Einsatz des Servicepersonals eine Störung des Systemes verhindert hat, die den Betrieb einer Abteilung oder des ganzen Unternehmens des Kunden vielleicht einen halben Tag am Geld verdienen gehindert hätte. Aus dieser Darstellung wird dem Kunden sehr schnell die Preiswürdigkeit eines Supportvertrages klar, der in der Regel nur einen Bruchteil der mit der Störung verbundenen Kosten verursacht. Und damit haben Sie einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung geleistet.

Wechselnde Ansprechpartner sind nicht das Problem, sondern Unverbindlichkeit
Der andere Punkt aus der Umfrage, die wechselnden Ansprechpartner im Support, sind eigentlich nur ein Symptom. Die meisten Kunden würden sich nicht daran stören, bei jeder Anfrage an den Support mit einer anderen Person zu kommunizieren. Das zugrunde liegende Problem ist, dass mit jedem neuen Ansprechpartner die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, die eigene Situation und die Details der Störung erneut mitteilen zu müssen. Wer einmal in der Hotline der Telekom hing und von Mitarbeiter zu Mitarbeiter weiter verbunden wurde, kennt das Phänomen.

Ursache dafür ist wieder einmal der Kostendruck auf der Anbieterseite. Die Supportorganisationen können es sich nicht leisten, für jeden Kunden soviele Mitarbeiter verfügbar zu halten, dass sich jeder gleich gut mit der spezifischen Installation auskennt. Also wird standardisiert und arbeitsteilig vorgegangen. Und das bedeutet, dass sich alle Mitarbeiter mit allen Themen ein bisschen auskennen und dafür bestimmte Spezialitäten besser beherrschen.

Wenn sie nun einen “fremden” Fall übernehmen, müssen sie sich in die Dokumentation (sofern vorhanden…) der Kollegen einlesen und verstehen, welche Ansätze zur Lösungsfindung bereits verfolgt wurden. Je nachdem, wie gut das eingesetzte CRM- oder Trouble-Ticket-System sie dabei unterstützt, fallen diese Bemühungen unterschiedlich erfolgreich aus. Oft winden sich die Support-Mitarbeiter dann mit der Ausrede heraus, dass man als Kunde doch besser mit dem betreffenden Kollegen direkt sprechen sollte, der aber gerade nicht anwesend ist. Die Folgen solcher Kundenkommunikation schlägt sich dann in Umfragen deutlich nieder, wie man im aktuellen Beispiel sieht.
Der Ratschlag an die Unternehmen muss also lauten:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter in Support und Service ein Werkzeug (CRM-, Ticketsystem) haben, mit dem die Kommunikation mit den Kunden dokumentiert und schnell und unkompliziert recherchiert werden kann.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter dieses System nutzen und ausführlich darin dokumentieren.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich für ihre Kunden verantwortlich fühlen und diese Verantwortung auch übernehmen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie als Manager ausreichend Transparenz über diese Vorgänge haben und stellen Sie eine direkte Verbindung zur spezifischen Zufriedenheit der betroffenen Kunden her.

So kommen Sie dann in die Situation, dass Ihre Kunden Support & Service aus Ihrer Hand als Mehrwert verstehen, für den sie gerne bereit sind zu zahlen. Dann werden sich die Umfrage-Ergebnisse künftig hoffentlich verbessern.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

5. Stammtisch für Service Professionals in Hamburg

Mittwoch, 21. Januar 2009

Gestern fand der 5. Service-Stammtisch in Hamburg statt, zum ersten Mal in einer neuen Lokation, dem “momento di…” in Hamburg Harburg. Die Teilnehmerzahl war äußerst niedrig, vermutlich aufgrund des frühen Termines gleich zu Jahresbeginn.

So saßen wir nur zu zweit zusammen, haben aber umso intensiver diskutieren können. Insbesondere die Zusammenabeit beim neu ins Leben gerufenen Arbeitskreis Lehre des itSMF war Inhalt der Gespräche.

So verging der Abend in der sehr angenehmen Atmosphäre des Restaurants wie im Fluge. Das Essen war übrigens ausgezeichnet, so dass die Wahl für den Ort des nächsten Stammtisches bereits getroffen ist.

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live

Service Engineering — wie geht das?

Dienstag, 20. Januar 2009

Unter Service Engineering wird die systematische Entwicklung und Gestaltung von Dienstleistungen verstanden. Dazu wurden in den letzten Jahren verschiedene Modelle und Vorgehensweisen entwickelt. Allen gemein ist, dass Sie bei allen neu zu gestaltenen Services eine gute Kenntnis vom Markt und den Kundenbedürfnissen benötigen. Das Vorgehen kann wie folgt beschrieben werden:

Sammeln und Auswerten von Marktforschungsdaten

Wie schon im ersten Artikel der Reihe beschrieben, müssen Sie ein Verständnis davon entwickeln, welche Art von Dienstleistungen Ihre Kunden von Ihnen beziehen wollen. Das können Sie zum Beispiel dadurch, dass Sie Ihre Kunden schlichtweg fragen. Viele Unternehmen haben dazu User Groups gegründet, in denen die Anwender ihrer Produkte und Dienstleistungen ihre Erfahrungen damit austauschen. Auf den regelmäßigen Treffen werden die Kunden und Anwender dann von den Unternehmen befragt, was ihnen am Angebot gefällt und womit sie unzufrieden sind. Das sind wertvolle Informationen, die zum Überarbeiten vorhandener oder Kreieren neuer Angebote genutzt werden können.

Andere Unternehmen lassen die zahlreichen Blogs und Newsgroups auswerten, in denen sich Anwender und Kunden über deren Produkte auslassen. Hier bietet sich der Einsatz eines sogenannten Community Relation Managers an, der speziell in solchen Foren auf Äußerungen reagiert und sachliche Informationen zur Verfügung stellt.

Auch die Supportorganisationen bieten eine gute Möglichkeit, Feedback der Kunden zum Produkt und den Dienstleistungen einzuholen. Da sie viel öfter als alle anderen Unternehmensvertreter mit den Kunden im Dialog sind, erhalten sie mehr und ausführlichere Informationen als zum Beispiel ein Vertriebsbeauftragter.

Ein Beschwerdemanagement kann ebenfalls genutzt werden, Informationen über die Nutzung der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu sammeln. Insbesondere hier wird offenbar, wenn der angestrebte Nutzen von den Kunden nicht als solcher empfunden wird.

Einbeziehung von produktspezifischen Themen

Wenn Sie eine reine Service-Company wären, hätten Sie an dieser Stelle nichts zu tun. Alle anderen müssen sich Gedanken machen, welche Anforderungen und Einschränkungen an den zu entwickelnden Service aus dem dazugehörigen Produkt erwachsen.

Sollten Sie eine Software als Produkt auf den Markt bringen, gibt es  Randbedingungen wie Release-Zyklen, Lizenzbestimmungen, Installationsmedien usw. Stellen Sie dagegen Maschinen oder Anlagen her, müssen Sie sich Gedanken über Fehlerhäufigkeiten, Ersatzteilversorgung und Inbetriebnahme vor Ort machen. Das Produkt bestimmt die Art und Qualität des dazugehörigen Services.

Unternehmens- und Abteilungsziele berücksichtigen

Welche Strategie verfolgt Ihr Unternehmen? Will es einen Markt neu erschließen oder den Unternehmensgewinn maximieren? Ist Ihr Ziel die vertikale Diversifikation oder wollen Sie angrenzende Branchen erobern? Jede Unternehmensstrategie erfordert eine Anpassung an die Gestaltung des Services.

Ebenso verhält es sich mit den Plänen, die Sie in bezug auf die Supportorganisation verfolgen. Wollen Sie den “headcount” erhöhen oder lieber flexibel mit Freiberuflern wachsen? Auf “service automation” setzen? “Follow the sun”? Was auch immer, Sie müssen mit dem neuen Service-Angebot die unterschiedlichen Strategien unterstützen können.

Angebot entwicklen und strukturieren

Nun sind der spitze Bleistift oder das Spreadsheet gefragt: Sie müssen die Kalkulation des Angebotes vornehmen und ganz klassisch auf die unterschiedlichen Marktsegmente anpassen. Bedenken Sie Großkundenrabatte ebenso wie die Nachlässe für Hochschule und Wissenschaft. Wenn Sie indirekt verkaufen, müssen Sie auch an die Margenaufschläge für VARs und Distributoren denken. Dass bei direktem Vertrieb Ihre Account Manager ebenfalls gerne rabattieren, versteht sich von selber. Ach ja, der Vertrieb! Vergessen Sie nicht, die Vertriebskosten für Ihren neuen Service zu berücksichtigen!

Angebot mit Pilotkunden / Fokusgruppe testen

Sobald Sie sich sicher sind, an alles gedacht zu haben und die Kalkulation vom Controlling freigegeben wurde, kommt der Moment der Wahrheit: Sie müssen das Angebot an richtigen, lebenden Kunden testen. Idealerweise sind das Ihre besten Bestandskunden. Kunden, die Sie so gut kennen, dass Sie Ihnen ehrliches Feedback geben und sagen, was sie von dem Angebot halten. Das Feedback wird nicht immer angenehm sein, aber Sie brauchen die kalte Dusche, um die Fehler und falschen Annahmen im Angebot herauszufinden. Nehmen Sie die Kritik nicht persönlich, es geht darum, das Beste für Ihr Unternehmen und Ihre Organisation zu erreichen!

Korrekturen (Innovationen) vornehmen und ausrollen

Nachdem Sie wissen, was die Fokusgruppe am Angebot auszusetzen hat, können Sie die nötigen Korrekturen vornehmen und den neuen Service im großen Stil ausrollen. Bei aller Gewissheit, sorgfältig geplant zu haben, sollten Sie feste Meilensteine einplanen, zu denen Sie den kommerziellen Erfolg oder Mißerfolg des Angebotes nach vorher festgelegten Kriterien bewerten. Das Vorgehen bietet Ihnen die Möglichkeit, rechtzeitig einen Rückzieher machen zu können, bevor Sie dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterher werfen müssen.

Für den laufenden Betrieb benötigen Sie einen Satz an Kennzahlen, mit dem Sie sowohl Absatz als auch die Erbringung des Services kontrollieren und steuern können. (wird fortgesetzt)

Weiterempfehlen:
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • MySpace
  • LinkArena
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • NewsVine
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Live