Archiv für den 31. Mai 2007

Umwelttechnikfirmen suchen IT-Fachkräfte als Manager

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wie der Newsdienst ZDNet berichtet, suchten Umwelttechnikfirmen derzeit verstärkt nach IT-Führungskäften, um ihr eigenes Management-Team mit den nötigen Kenntnissen zu bereichern. Angeschoben vom Geld der Wagnisfinanzierer, versuchten viele Start Up-Unternehmen, ihre derzeit wissenschaftlich geprägten Geschäftsführungen durch Business-Know-how aus der IT fit für das Wachstum zu machen.

Der vermeintliche Spagat für die Manager, die bisher nur mit Hard- und Software zu tun hatten, sei nicht so groß wie angenommen. Die Management-Erfahrung aus Hightech-Unternehmen würde sich mit den vorhandenen Ingenieursleistungen in den Unternehmen gut kombinieren lassen. Deren bisherige Führungsstrukturen würden durch den Einfluss der Quereinsteiger aus der IT belebt, Impulse auf Innovation und Kostenreduzierung seien bereits spürbar, heißt es.

Bemerkenswert sei, dass sich unter den vermeintlichen Umwelttechnik-Newcomern Mitarbeiter fänden, die in den letzten Jahren zwar in der IT gearbeitet hätten. Ihren Hochschul-Abschluss hätten sie davor aber in Umwelttechnik oder einem verwandten Thema gemacht.

Selten habe ich mich durch einen Artikel besser beschrieben gefunden, als durch diesen. Selber Diplom-Ingenieur für Umwelttechnik, habe ich in den vergangenen Jahren als Service Manager in Software-Unternehmen gearbeitet. Nun bringe ich dieses Know-how als Berater in Technologie-Unternehmen, u.a. im Wachstumsmarkt Umwelttechnik, mit ein. Es ist schön, die eigene Unternehmensstrategie so von extern bestätigt zu bekommen.

Umwelttechnik boomt in Deutschland

Donnerstag, 31. Mai 2007

Die Financial Times Deutschland berichtet von der Vorstellung eines Umwelttechnikatlasses durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Der von der Unternehmensberatung Roland Berger im Rahmen einer Befragung von Unternehmen und Forschungseinrichtung erstellte Atlas identifiziert sechs Leitmärkte:More...

  • Energieerzeugung
  • Energieeffizienz
  • Rohstoff- und Materialeffizienz
  • Abfall und Recycling
  • Wasserwirtschaft
  • Nachhaltige Mobilität

In diesen Märkten erwartet Gabriel ein Umsatzwachstum von 100% bis 2020 auf dann 2200 Mrd. Euro. Zwischen den Leitmärkten gibt es gewisse Unterschiede, so ist das Thema Energieeffizienz relativ reif und wird weniger stark wachsen als z.B. Energieerzeugung oder nachhaltige Mobilität.

Auch hinsichtlich der regionalen Verteilung des Wachstums wurden Unterschiede identifiziert. So sind in Hamburg, Berlin, Erlangen und München schon heute relativ viele Beschäftigte in der Umwelttechnologie tätig. In Ostdeutschland ist die entsprechende Beschäftigungsquote deutlich niedriger, Ausnahmen bilden dort nur die Standorte der Solarenergieindustrie.

Insgesamt sieht Gabriel Deutschland aber “gut aufgestellt” für den Wachstumsmarkt, das Land sei Exportweltmeister auch in Sachen Umwelttechnik.

Das Thema Umwelttechnik ist in der Tat en vogue, wohl auch durch die jüngsten Diskussionen um die Klimaveränderungen. Ein anderer Artikel bei ZDNet berichtet darüber, dass Umwelttechnikfirmen gezielt IT-Manager einstellten, um in ihren Management-Teams die richtige Mischung aus Wissenschaft und Business zu erreichen.