Professoren als Dienstleister, Studenten als Kunden

Wer möchte da nicht wieder zurück zur Uni gehen und nochmal studieren? Ein Professor der Universität Hohenheim verspricht seinen Studierenden kurze Korrekturzeiten der Klausuren, persönliches Feedback und rasche Beantwortung der Anfragen per E-Mail.

Während seines eigenen Studiums war Prof. Markus Voeth selber über volle Hörsäle und lange Wartelisten verärgert. Nun, da er auf der anderen Seite des Lehrbetriebes steht, will er es besser machen. Für ihn sind die Studierenden nicht lästiges Beiwerk im universitären Alltag, sondern Kunden, die es zu umwerben gilt. Nicht erst mit Einführung von Semestergebühren spricht er Studentinnen und Studenten das Recht zu, umfassend betreut zu werden. Doch seitdem seien die Hochschulen noch mehr in der Pflicht, ihren Kunden ein schnelles und fundiertes Studium zu ermöglichen.

Seine Ansicht wird leider nicht von allen Kollegen geteilt. Es gab bereits Anfeindungen, die in der Kampagne des Professors eine reine Marketing-Aktion in eigener Sache sehen. Den Kritikern hält der Professor entgegen, dass er sich an seinen Versprechen messen lasse. Es bleibt abzuwarten, wieviele Nachahmer dieses gute Beispiel finden wird.

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